Kalshi strebt die Genehmigung für Perpetual-Futures auf Gold, Forex (FX) und Energie an.
Die Plattform zielt darauf ab, über den Markt für Krypto-Derivate hinaus zu expandieren.

Gold hat sich als wichtige Priorität für Kalshis nächste Produkte herauskristallisiert.
Die Überprüfung durch die CFTC könnte die zukünftigen Regeln für Energie-Perpetual-Futures prägen.
Traditionelle Börsen sehen sich durch Kalshis Expansion neuem Druck ausgesetzt.
Kalshi beantragt die Genehmigung, Perpetual-Futures auf die Märkte für Gold, Devisen und Energie auszuweiten. Dieser Schritt würde seine Bemühungen um regulierte Derivate jenseits von Kryptowährungen erweitern. Außerdem bringt es Kalshi in einen stärkeren Wettbewerb mit etablierten Börsenbetreibern und Retail-Handelsplattformen.
Kalshi plant, Perpetual-Futures auf Metalle anzubieten, da die Nachfrage über digitale Assets hinaus wächst. Gold ist zu einem Schwerpunkt geworden, da es Retail- und institutionellen Händlern vertraut ist. Das Unternehmen sieht das Metall als praktischen Einstiegspunkt für eine breitere Asset-Abdeckung.
Perpetual-Futures unterscheiden sich von Standard-Futures dadurch, dass sie kein Verfallsdatum haben. Händler können Positionen offen halten, ohne Kontrakte auf spätere Termine zu rollen. Allerdings kann der Hebel sowohl Gewinne als auch Verluste verstärken, wenn sich die Preise schnell bewegen.
Kalshi startete im Mai regulierte Krypto-Perpetual-Futures, nachdem es die Freigabe der CFTC erhalten hatte. Diese Produkte haben auf der Plattform ein Handelsvolumen von etwa 16,1 Milliarden US-Dollar generiert. Infolgedessen möchte Kalshi nun dieselbe Struktur auf traditionelle Märkte anwenden.
Kalshi verfolgt auch Produkte, die mit Devisen- und Energiemärkten verknüpft sind. Diese Assets reagieren oft auf geopolitische Ereignisse, Versorgungsengpässe und saisonale Nachfrage. Daher sieht das Unternehmen sie als starke Kandidaten für den aktiven Handel mit Perpetual-Futures.
Das Unternehmen befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit US-Regulierungsbehörden über die geplante Expansion. Die CFTC hat auch öffentliche Stellungnahmen zu Perpetual-Kontrakten eingeholt, die an gelieferte oder lagerfähige Energierohstoffe gekoppelt sind. Dieser Prozess könnte beeinflussen, wie Rohöl und verwandte Produkte in regulierte Handelsplätze gelangen.
Kalshi könnte später auch Kontrakte erkunden, die an breite Aktienindizes und einzelne Aktien gebunden sind. Doch Metalle, Devisen und Energie scheinen die ersten Ziele zu sein. Bei Genehmigung würden diese Produkte während der regulären Marktstunden und nicht den ganzen Tag über gehandelt.
Die Expansion erfolgt, während traditionelle Börsen die Bedrohung durch regulierte Perpetual-Futures bewerten. CME, Cboe, Nasdaq und Intercontinental Exchange gerieten unter Druck, nachdem die CFTC solche Produkte zugelassen hatte. Die Entscheidung löste Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs im US-Derivatemarkt aus.
CME hat die CFTC und ihren Vorsitzenden wegen Genehmigungen im Zusammenhang mit Kalshi und Coinbase verklagt. Die Börse argumentiert, dass die Regulierungsbehörden bei einem Produkt mit erheblichen Marktauswirkungen zu schnell vorgegangen sind. Kritiker warnen zudem, dass Retail-Händler die Risiken im Zusammenhang mit gehebelten Perpetual-Kontrakten unterschätzen könnten.
Kalshi stellt den regulierten Zugang weiterhin als Möglichkeit dar, Offshore-Aktivitäten in überwachte Märkte zu bringen. Das Unternehmen schätzt, dass das Volumen der Perpetual-Futures im Ausland im vergangenen Jahr 90 Billionen US-Dollar erreichte. Daher könnte der Vorstoß in Richtung Gold, FX und Energie die Nachfrage nach regulierten Alternativen in den Vereinigten Staaten testen.
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