Das in Florida ansässige Unternehmen Dream Finders Homes (DFH) hat sein Übernahmegebot für Beazer Homes (BZH) auf 32 USD pro Aktie in bar erhöht – der fünfte Versuch in diesem Jahr, den konkurrierenden Hausbauer zu erwerben.
Beazer Homes USA, Inc., BZH
Das neue Angebot entspricht einer Steigerung von 24 % gegenüber dem letzten öffentlichen Vorschlag von Dream Finders aus dem Mai in Höhe von 25,75 USD pro Aktie und einem Aufschlag von rund 70 % auf den unbeeinflussten Aktienkurs von Beazer am 08.05.2026.
Die Beazer-Aktie stieg im vorbörslichen Handel am Mittwoch um etwa 12 % auf 30,80 USD. BZH ist seit Jahresbeginn nun um 35 % gestiegen und liegt damit deutlich vor der 9,6-prozentigen Steigerung des S&P 500 im gleichen Zeitraum.
Die Aktie von Dream Finders gab auf die Nachricht hin leicht nach.
Diese ganze Saga begann Anfang Februar, als Dream Finders erstmals 28,50 USD pro Aktie in bar für Beazer bot. Im März folgte ein Gebot von 29 USD pro Aktie.
Beazer lehnte das Mai-Angebot von 25,75 USD ab und erklärte, es „bewerte das Unternehmen erheblich unter“. Dream Finders kam im Juni mit 29,25 USD pro Aktie zurück – und erhielt dieselbe abschlägige Antwort.
Nun sind es 32 USD, und der Ton von Dream Finders ist merklich schärfer geworden.
Der CEO von Dream Finders, Patrick Zalpuski, hielt in seiner Erklärung am Mittwoch nicht mit Kritik zurück. Er beschuldigte den Vorstand von Beazer, „belastende Vorbedingungen“ zu fordern – und hob speziell eine vorgeschlagene Geheimhaltungsvereinbarung hervor, die eine 12-monatige Stillhalteperiode umfasst.
Zalpuski argumentierte, diese Bedingungen „gingen weit über das zum Schutz vertraulicher Informationen Notwendige hinaus“, und deutete an, dass die Bedingungen Fragen aufwerfen, ob der Vorstand von Beazer tatsächlich im besten finanziellen Interesse der Aktionäre handelt.
Indem Dream Finders das Angebot öffentlich macht, versucht das Unternehmen offensichtlich, Druck auf den Vorstand von Beazer auszuüben, indem es sich direkt an dessen Investoren wendet.
Dream Finders verwies zudem auf die seiner Meinung nach operative Unterperformance von Beazer im Vergleich zu Wettbewerbern und argumentierte, dass die aktuelle Strategie des Managements keine Ergebnisse geliefert habe.
Dream Finders gab bekannt, dass es „Highly Confident Letters“ von mehreren Finanzinstituten erhalten hat, die sowohl die Transaktionsfinanzierung als auch die Finanzierung des Landbestands für das Deal abdecken.
Das Unternehmen erklärte außerdem, dass es keine wesentlichen regulatorischen Hindernisse für den Abschluss der Transaktion sieht.
Dadurch entfallen zwei häufige Stolpersteine bei solchen Deals – das Finanzierungsrisiko und das regulatorische Risiko – und der Ball liegt nun eindeutig bei Beazer.
Die eigenen Fundamentaldaten von Dream Finders stehen ebenfalls unter Druck. Analysten weisen darauf hin, dass das Unternehmen mit Margenkompression, höherer Verschuldung und negativem freien Cashflow zu kämpfen hat. Die jüngste Analysteneinstufung für DFH lautet „Hold“ mit einem Kursziel von 18,00 USD, und das technische Sentiment-Signal wird derzeit als „Sell“ eingestuft.
Trotzdem hat Dream Finders die zunehmend aggressive Verfolgung von Beazer vorangetrieben, was nun insgesamt fünf separate Gebote in roughly fünf Monaten ergibt.
Am Mittwochmorgen hatte Beazer noch nicht öffentlich auf das neueste Angebot von 32 USD pro Aktie reagiert.
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