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Starknet-Mitgründer stellt das feste Angebot von Bitcoin in Frage, schlägt eine Inflationsgrenze von 4 % vor

2026/07/07 19:10
4 Min. Lesezeit
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BitcoinWorld

Starknet-Mitgründer stellt Bitcoins festes Angebot infrage, schlägt 4 %-Inflationsdeckel vor

Eli Ben-Sasson, Mitgründer von Starknet, hat eine Debatte in der Kryptowährungs-Community entfacht, indem er argumentierte, dass Bitcoins festes Angebot von 21 Millionen Coins kein nachhaltiges Langzeitmodell ist. In einem kürzlichen Beitrag auf X schlug Ben-Sasson vor, dass die Geldpolitik von Bitcoin eine maximale jährliche Inflationsrate von 4 % umfassen sollte, um den unvermeidlichen Verlust von Coins durch verlegte private Schlüssel zu berücksichtigen.

Das Argument gegen ein festes Angebot

Ben-Sassons zentrale These ist, dass über einen unendlichen Zeitraum hinweg die Menge an dauerhaft verlorenem Bitcoin weiter wachsen wird. Verlorene private Schlüssel, vergessene Wallets und nicht zugängliche Coins reduzieren das effektive Umlaufangebot, was schließlich zu einer deflationären Spirale oder einer Liquiditätskrise führen könnte. Er argumentierte, dass eine klare Geldpolitik mit einer Obergrenze für die Ausgaberate – statt einer harten Obergrenze für das Gesamtangebot – ein ausreichendes Umlaufangebot aufrechterhalten würde, um eine wachsende globale Bevölkerung und Wirtschaft zu unterstützen.

Bitcoins aktuelle Geldpolitik

Bitcoins Angebotsplan ist so programmiert, dass die Blockbelohnung etwa alle vier Jahre halbiert wird, wobei der letzte Bitcoin voraussichtlich um das Jahr 2140 herum geschürft wird. Dieses deflationäre Modell ist ein Kernbestandteil des Wertversprechens von Bitcoin, das oft als „digitales Gold“ bezeichnet wird. Befürworter argumentieren, dass das feste Angebot vor inflationärer Entwertung durch Zentralbanken schützt. Kritiker wie Ben-Sasson weisen jedoch darauf hin, dass dieses Modell verlorene Coins nicht berücksichtigt, was über Jahrhunderte hinweg zu einem erheblichen Faktor werden könnte.

Warum der Vorschlag wichtig ist

Dieser Vorschlag stellt ein grundlegendes Prinzip von Bitcoin infrage. Wenn er angenommen würde, wäre dies eine fundamentale Änderung der Geldpolitik des Netzwerks, die einen umstrittenen Hard Fork und einen breiten Konsens unter Minern, Entwicklern und Nutzern erfordern würde. Die Debatte berührt tiefere Fragen darüber, was Geld ist, wie es geregelt werden sollte und ob ein starres, unveränderliches Angebot wirklich optimal für eine globale Währung ist.

Reaktionen und Gegenargumente

Die Kryptowährungs-Community hat mit einer Mischung aus Skepsis und Interesse reagiert. Viele Bitcoin-Maximalisten argumentieren, dass das feste Angebot genau das ist, was Bitcoin seinen Wert verleiht, und dass jede Änderung das Vertrauen in das Netzwerk zerstören würde. Andere weisen darauf hin, dass verlorene Coins ein Feature und kein Bug sind, da sie effektiv den Wert der verbleibenden Coins erhöhen. Einige Ökonomen merken an, dass eine jährliche Inflationsrate von 4 % deutlich höher ist als die aktuelle Inflationsrate vieler Fiat-Währungen, was als Rückschritt angesehen werden könnte.

Fazit

Obwohl Eli Ben-Sassons Vorschlag innerhalb der Bitcoin-Community wahrscheinlich nicht sofort auf Zustimmung stoßen wird, wirft er wichtige Fragen zur langfristigen Tragfähigkeit einer digitalen Währung mit festem Angebot auf. Während das Kryptowährungs-Ökosystem reift, werden Debatten wie diese immer relevanter und zwingen die Stakeholder, darüber nachzudenken, wie sich die Geldpolitik über Jahrhunderte und nicht nur über Jahre entwickeln sollte.

Häufig gestellte Fragen

F1: Was ist die aktuelle Obergrenze für das Bitcoin-Angebot?
A1: Bitcoin hat eine harte Obergrenze von 21 Millionen Coins, wobei der letzte Coin voraussichtlich um das Jahr 2140 herum geschürft wird. Das Angebot wird durch ein Halving-Ereignis alle vier Jahre kontrolliert.

F2: Wie viele Bitcoin gelten als verloren?
A2: Die Schätzungen variieren, aber es wird allgemein angenommen, dass zwischen 3 und 4 Millionen Bitcoin aufgrund vergessener privater Schlüssel, verlorener Wallets oder verstorbener Eigentümer dauerhaft verloren gegangen sind. Dies entspricht etwa 15–20 % des Gesamtangebots.

F3: Könnte sich die Geldpolitik von Bitcoin tatsächlich ändern?
A3: Eine Änderung der Geldpolitik von Bitcoin würde einen Hard Fork erfordern, was bedeutet, dass sich das Netzwerk in zwei separate Chains aufspalten würde. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass dafür ein Konsens erzielt wird, da das feste Angebot ein Kernprinzip des Designs und des Wertversprechens von Bitcoin ist.

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