Galaxy hat die erste Ausbauphase seines Helios-Rechenzentrumscampus in West-Texas abgeschlossen und 133 Megawatt kritische IT-Last an CoreWeave übergeben. Dieser Meilenstein markiert einen bedeutenden Wandel für die Einrichtung, die sich von ihrem ursprünglichen Zweck als Bitcoin-Mining-Standort zu einem hochmodernen Hub für künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance-Computing-Infrastruktur entwickelt. Im Rahmen eines 15-jährigen Mietvertrags begann Galaxy ab dem zweiten Quartal 2026 mit der Erzielung von Mieteinnahmen.
Die erste Bauphase lieferte rund 200 Megawatt Bruttoenergiekapazität. Davon wurden 133 Megawatt gemäß den Vertragsbedingungen als kritische IT-Kapazität an CoreWeave zugewiesen. Galaxy bestätigte, dass die erste Phase termingerecht und innerhalb des Budgets abgeschlossen wurde.
Der Helios-Standort wurde ursprünglich in West-Texas als 180-Megawatt-Bitcoin-Mining-Anlage errichtet. Im Jahr 2022 erwarb Galaxy die Anlage von Argo Blockchain für 65 Millionen US-Dollar. Seitdem wurde der Campus neu konfiguriert, um KI- und High-Performance-Computing (HPC)-Workloads zu unterstützen, was die branchenweiten Verschiebungen bei der Infrastrukturnachfrage widerspiegelt.
Glossar: High-Performance-Computing bezieht sich auf Infrastruktur, die zur Verarbeitung sehr großer Datensätze und rechenintensiver Aufgaben verwendet wird. Kritische IT-Last bedeutet die nutzbare Kapazität innerhalb eines Rechenzentrums, die direkt Servern und Computerausrüstung zugewiesen ist.
Auch CoreWeave hat sich weiterentwickelt: Früher mit Krypto-Mining verbunden, hat es sich auf Cloud-Dienste mit Fokus auf künstliche Intelligenz verlagert. Nach dem Ende der Proof-of-Work-Phase von Ethereum hat sich der Krypto-Mining-Sektor schnell verändert. Beide Unternehmen setzen nun stärker auf langfristige Infrastrukturverträge als auf Mining-Belohnungen für das Umsatzwachstum.
Das Unternehmen arbeitet derzeit an der zweiten Ausbauphase, die zusätzliche 260 Megawatt kritische IT-Kapazität online bringen soll. Die Übergabe dieser neuen Datenhallen wird im ersten Halbjahr 2027 erwartet. Dieses Wachstum zielt darauf ab, die steigende Kundennachfrage nach KI- und HPC-Diensten in der Zukunft zu erfüllen.
CoreWeave hat sich verpflichtet, insgesamt 526 Megawatt kritische IT-Last am Helios-Standort über drei Entwicklungsphasen hinweg zu kaufen. Der Mietvertrag deckt bis zu 800 Megawatt genehmigter Bruttoenergiekapazität auf dem Campus ab.
| Kategorie | Daten |
|---|---|
| Lieferung erste Phase | 133 MW kritische IT-Last |
| Bruttostrom erste Phase | Ca. 200 MW |
| Kapazität zweite Phase | 260 MW kritische IT-Last |
| Gesamtverpflichtung CoreWeave | 526 MW |
Galaxy prognostiziert, dass langfristige Mietverträge wie diese durchschnittlich mehr als 1 Milliarde US-Dollar an jährlichen Einnahmen generieren könnten. Das Unternehmen betrachtet dieses Modell als Quelle für einen stabileren Einkommensstrom im Vergleich zur Volatilität der Preise digitaler Assets.
Der Helios-Campus umfasst mehr als 2.200 Acres in West-Texas. Das Gesamtprojekt verfügt nun über eine genehmigte Gesamtleistungskapazität von 1,63 Gigawatt. Galaxy hat zudem das Potenzial, die Gesamtkapazität des Campus in der Zukunft auf bis zu 3,6 Gigawatt auszuweiten.
Das Unternehmen positioniert seine Rechenzentrumsbetriebe als Absicherung gegen starke Preisschwankungen auf den Kryptowährungsmärkten. Nach einem Rückgang der Werte digitaler Assets meldete Galaxy im ersten Quartal einen Verlust von 216 Millionen US-Dollar. Das Management geht davon aus, dass Infrastruktureinnahmen im Laufe der Zeit zu einer größeren Ergebnisstabilität führen werden.
Der Beitrag „Galaxy lieferte 133 MW KI-Rechenzentrumskapazität an CoreWeave am Helios-Standout, was den Wandel vom Krypto-Mining markiert“ erschien zuerst auf COINTURK NEWS.

