Palantir Technologies setzt groß auf eine einfache Idee: Die US-Regierung sollte sich niemals auf das KI-Modell eines anderen verlassen müssen, um das Land zu schützen.
Diese Idee ist nun eine formelle Partnerschaft.
Palantir (PLTR) hat kürzlich angekündigt, sich mit NVIDIA zusammenzutun, um Bundesbehörden und Unternehmen, die kritische US-Infrastruktur betreiben, ihre eigene Version leistungsstarker KI-Modelle zur Verfügung zu stellen – Modelle, die sie kontrollieren, neu trainieren und hinter sicheren Mauern eingeschlossen halten können.
Die Ankündigung erfolgt in einem Moment, in dem Palantir bereits eine der stärksten Wachstumsphasen seiner Geschichte durchläuft, und signalisiert, dass das Unternehmen seine Flagge noch tiefer in der Welt der nationalen Sicherheit verankern will, die seinen Ruf begründet hat.
Jahrelang war die größte Sorge bei der Nutzung kommerzieller KI-Modelle innerhalb der Regierung einfach.
Sensible Daten fließen ein, und niemand außerhalb des Anbieters weiß wirklich, was damit geschieht, sobald sie in das Training eines Modells einbezogen werden.
Palantir und NVIDIA (NVDA) sagen, dass ihr neues Angebot dieses Problem löst.
Laut einer Unternehmenserklärung kombiniert es NVIDIAs Open-Source-Nemotron-Modelle mit Palantirs bestehenden Produkten, einschließlich AIP, Foundry, Ontology und Apollo, sodass Behörden KI trainieren und ausführen können, ohne proprietäre Informationen an ein externes Unternehmen weiterzugeben.
Das System umfasst mehrere integrierte Schutzmaßnahmen.
Diese umfassen die ausdrückliche Datenautorisierung, die sichere Isolierung zwischen Kunden und die Möglichkeit für eine Behörde, ihre Daten jederzeit vollständig zu löschen.
Das vielleicht bemerkenswerteste Merkmal ist das, was die Unternehmen als sich selbst verbesserndes Modell bezeichnen.
Das System sammelt Daten darüber, wie Benutzer damit interagieren, und nutzt diese Informationen, um das Modell im Laufe der Zeit neu zu trainieren, damit es bei der spezifischen Aufgabe, für die es entwickelt wurde, besser wird – sei es Schlachtfeldlogistik oder Betrugserkennung.
"Die Kombination der Palantir-Infrastruktur mit NVIDIAs KI- und Nemotron-Modellen wird es der US-Regierung ermöglichen, die volle Leistungsfähigkeit von LLMs zu entfesseln und gleichzeitig die zugrunde liegenden Sicherheitsrisiken zu beseitigen", sagte Palantir-CEO Alex Karp.
Laut der Stellungnahme fasste Nvidia-CEO Jensen Huang den Deal in ähnlichen Worten zusammen und bezeichnete Open-Source-KI als grundlegend für die nationale Sicherheit und die technologische Führung der USA.
Palantir-CEO Alex Karp unterzeichnet einen KI-Deal mit Nvidia.
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Diese Partnerschaft folgt direkt auf eines der stärksten Quartale in der Geschichte des Unternehmens.
Chief Technology Officer Shyam Sankar beschrieb den Moment auch als einen Wendepunkt für die Cybersicherheit und merkte an, dass KI-Systeme in Kombination mit Palantirs Plattform jetzt Schwachstellen in Betriebssystemen und Browsern schneller finden, als Verteidiger sie patchen können.
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Dieser Hintergrund hilft zu erklären, warum sich der Nvidia-Deal so stark auf Kontrolle und Sicherheit konzentriert und nicht nur auf die reine KI-Fähigkeit.
Palantir hat seine Marke darauf aufgebaut, das Unternehmen zu sein, dem Regierungsbehörden ihre sensibelsten Daten anvertrauen, und das neue Angebot verdoppelt diese Positionierung in einer Zeit, in der Rivalen darum wetteifern, Allzweck-KI-Tools auf demselben Markt zu verkaufen.
Das gemeinsame Angebot wird durch Deployment-Engineering für klassifizierte und air-gegappte Umgebungen eingeführt, zusammen mit Tools, die es Behörden ermöglichen, das Verhalten der Modelle in der Produktion feinabzustimmen.
Die Nvidia AI Enterprise-Software, einschließlich Nvidia NIM-Mikrodienste, wird die Einführung unterstützen.
Für Palantir-Aktionäre bekräftigt die Ankündigung ein Thema, das den Kurs der Aktie in den letzten zwei Jahren angetrieben hat.
Das Unternehmen baut seine Präsenz in den Institutionen, die für die nationale Sicherheit am wichtigsten sind, weiter aus und positioniert sich gleichzeitig als die Schicht, die KI-Modelle in realen, überprüfbaren Operationen verankert, anstatt in experimentellen Demos.
Ob sich dies in neuen Vertragsabschlüssen niederschlägt, dürfte in den kommenden Quartalen klarer werden, da die Behörden entscheiden, wie viel Kontrolle sie intern aufbauen wollen, im Gegensatz zum direkten Kauf bei Palantir und Nvidia.
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