Google wird Erweiterungen für Prognosemärkte gemäß aktualisierter Entwicklerregeln, die am 01.08.2026 in Kraft treten, aus dem Chrome Web Store entfernen. Die Richtlinie zielt auf Erweiterungen ab, die Echtgeld-Transaktionen im Zusammenhang mit prognostizierten Ergebnissen ermöglichen. Sie verschärft zudem die Regeln zur Datenerhebung und erweitert die Offenlegungspflichten für Entwickler.
Google gab bekannt, dass der Chrome Web Store Erweiterungen für Prognosemärkte als verbotene regulierte Güter und Dienstleistungen einstufen wird. Die Änderung umfasst Tools, die Echtgeld-Transaktionen auf Basis von Ereignisausgängen unterstützen. Damit werden Prognosemärkte aus dem zulässigen Ökosystem für Erweiterungen ausgeschlossen.

Die Aktualisierung erfolgt, während Plattformen für Prognosemärkte unter zunehmendem rechtlichem und regulatorischem Druck stehen. Polymarket und Kalshi haben aufgrund von Bedenken im Zusammenhang mit Wetten die Aufmerksamkeit staatlicher Aufsichtsbehörden auf sich gezogen. Einige Beamte argumentieren, dass diese Plattformen in Bereichen tätig sind, die dem Sportwetten ähneln.
Google stellte die Änderung als Teil einer umfassenderen Aktualisierung von Vertrauen und Sicherheit dar. Das Unternehmen erklärte, dass Entwickler aktive Erweiterungen überprüfen müssen, bevor die Durchsetzung beginnt. Erweiterungen, die nach dem 01.08.2026 gegen die Regeln verstoßen, können Maßnahmen des Chrome Web Stores nach sich ziehen.
Google hat auch seine Richtlinie zur eingeschränkten Nutzung von Benutzerdaten aktualisiert. Entwickler dürfen nur Daten erfassen, die für den offengelegten einzigen Zweck einer Erweiterung erforderlich sind. Daher können Erweiterungen keine Benutzerdaten für separate oder versteckte Zwecke sammeln.
Das Unternehmen hat zudem seine Offenlegungsanforderungen für Entwickler erweitert. Alle Datenerfassungen müssen für Nutzer klar ersichtlich sein, auch wenn sie die Hauptfunktion der Erweiterung unterstützen. Entwickler müssen Nutzer auch informieren, wenn sich der Umgang mit Daten nach der Installation ändert.
Diese Regeln erhöhen die Verantwortung für Herausgeber von Chrome-Erweiterungen. Entwickler müssen Berechtigungen, Offenlegungen und Datenpraktiken mit dem angegebenen Zweck der Erweiterung in Einklang bringen. Folglich kann ein breiter oder unklarer Datenzugriff Compliance-Risiken schaffen.
Google führte eine weitere Regel ein, die Erweiterungen betrifft, die mit KI-gestützten Diensten verbunden sind. Die Richtlinie blockiert Erweiterungen, die darauf ausgelegt sind, Sicherheitsvorkehrungen oder Nutzungsgrenzen zu umgehen. Sie umfasst auch Tools, die in KI-Produkte integrierte Schutzsysteme schwächen.
Das Unternehmen brachte die Aktualisierungen mit Nutzervertrauen und Plattformintegrität in Verbindung. Es möchte, dass Nutzer verstehen, wie Erweiterungen mit Daten umgehen und funktionieren. Außerdem soll der Chrome Web Store Produkte vermeiden, die Sicherheits- oder Compliance-Bedenken hervorrufen.
Das Verbot von Prognosemärkten setzt Entwicklern in aufstrebenden Produktkategorien neue Grenzen. Es spiegelt auch den breiteren Druck im Zusammenhang mit ereignisbasiertem Handel und Echtgeld-Prognosetools wider. Google gibt Entwicklern nun bis zum 01.08.2026 Zeit, nicht konforme Erweiterungen anzupassen oder zu entfernen.
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