Strategy verkaufte 3.588 Bitcoin für 216 Millionen US-Dollar und lenkte die Aufmerksamkeit des Marktes schnell auf seine Finanzierungsstrategie. Grayscale erklärte, die Transaktion habe die finanzielle Position des Unternehmens gestärkt, anstatt Bitcoin zu schwächen. Das Forschungsunternehmen fügte hinzu, dass dieser Schritt dazu beitragen könnte, dass Bitcoin einen dauerhafteren Preisboden etabliert.
Strategy schloss den Bitcoin-Verkauf ab, um die Bargeldreserven zu erhöhen und die Zahlung von Vorzugsdividenden zu unterstützen. Die Transaktion erhöhte die Dollarreserven des Unternehmens auf etwa 2,55 Milliarden US-Dollar. Diese Reserven decken nun nahezu 17 Monate an Dividendenverpflichtungen ab.

Zach Pandl, Leiter der Forschung bei Grayscale, unterstützte die Entscheidung mit einer positiven Einschätzung.
Strategy stellte im Juni klar, dass es bei Bedarf Aktien ausgeben und Bitcoin verkaufen würde. Das Unternehmen verfolgte diesen Ansatz, um ausreichende liquide Mittel für finanzielle Verpflichtungen bereitzuhalten. Unterdessen folgte die jüngste Transaktion dem zuvor angekündigten Finanzierungsplan.
Nach dem Verkauf besitzt das Unternehmen weiterhin Bitcoin im Wert von etwa 52 Milliarden US-Dollar. Zudem trägt es Schulden in Höhe von rund 7 Milliarden US-Dollar und jährliche Vorzugsdividenden von weniger als 2 Milliarden US-Dollar. Grayscale erklärte, diese Zahlen zeigten, dass Strategy eine starke finanzielle Flexibilität bewahrt.
Das Bitrue Research Institute betrachtete die Transaktion ebenfalls als eine konstruktive bilanzielle Entscheidung. Der Forschungsleiter Andri Fauzan Adziima bezeichnete den Verkauf als „einen klugen, stabilisierenden Schritt“. Er sagte, das zusätzliche Bargeld habe den Finanzierungsdruck verringert und die kurzfristigen Verkaufsrisiken gesenkt.
Adziima erklärte, dass stärkere Reserven Bitcoin geholfen hätten, sich nach der Ankündigung schnell zu erholen. Bitcoin fiel zunächst um 2,4 %, bevor er innerhalb von Stunden wieder über 64.000 US-Dollar stieg. Gleichzeitig stiegen die STRC-Vorzugsaktien von Strategy auf über 91 US-Dollar.
Grayscale erklärte, dass eine stärkere Liquidität das Vertrauen in die Finanzierungsstruktur von Strategy verbessert habe. Das Unternehmen stellte fest, dass STRC nach dem Verkauf sein höchstes Niveau seit drei Wochen erreichte. Pandl sagte, die Erholung deute darauf hin, dass Investoren die Finanzierungsstrategie des Unternehmens akzeptierten.
Strategy führte den Verkauf im Rahmen seines Anfang dieses Jahres angekündigten Bitcoin-Monetarisierungsprogramms durch. Das Programm erlaubt bei Bedarf Bitcoin-Verkäufe in Höhe von bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar. Auch nach der Transaktion bleibt Strategy mit 843.775 Bitcoin der größte unternehmerische Bitcoin-Inhaber.
JPMorgan hinterfragte kürzlich, ob Bitcoin-Verkäufe die Marktunsicherheit im Laufe der Zeit erhöhen könnten. Die Bank schlug größere Kapitalerhöhungen statt des Verkaufs digitaler Assets vor. Grayscale wies diese Ansicht jedoch zurück und verteidigte das Finanzierungsmodell von Strategy.
Pandl argumentierte, dass eine stärkere Liquidität die langfristigen finanziellen Risiken für Strategy verringert. Er sagte, gesündere Reserven verbesserten auch das Vertrauen in einen der größten institutionellen Inhaber von Bitcoin. Grayscale ist der Ansicht, dass der disziplinierte Ansatz des Unternehmens die langfristige Marktstabilität von Bitcoin unterstützt.
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