Der CLARITY Act hat das Unterzeichnungsziel des Weißen Hauses am 04.07. verpasst, was dem Senat ein komprimiertes Zeitfenster lässt, um die Krypto-Marktstrukturgesetzgebung abzuschließen, bevor die Gesetzgeber in die August-Pause gehen.
Der Gesetzentwurf soll die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zwischen der U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC und der Commodity Futures Trading Commission aufteilen, mit Registrierungswegen für Börsen, Broker, Händler und andere Marktvermittler. Der Senatsausschuss für Bankwesen hat die Maßnahme am 14.05. mit 15 zu 9 Stimmen im Ausschuss vorangebracht, aber der Gesetzentwurf benötigt noch eine vollständige Senatsabstimmung, die Angleichung an die Sprache des Senatsausschusses für Landwirtschaft, die Zustimmung des Repräsentantenhauses bei Textänderungen und die Unterschrift des Präsidenten.

Das Ziel für den 04.07. war von Anfang an ambitioniert. Der Senatsausschuss für Bankwesen veröffentlichte im Mai einen 309-seitigen Ersatztext, während der Landwirtschaftsausschuss bereits einen separaten Rahmen für digitale Rohstoffe vorangetrieben hatte, der enger an die Spot-Markt-Aufsicht der CFTC gebunden ist. Die beiden Versionen müssen nun abgestimmt werden, bevor die Führung ein einheitliches Paket zur Abstimmung vorlegen kann.
Der Gesetzgebungskalender des Senats für 2026 listet eine Landesarbeitungsperiode vom 10.08. bis 11.09., wodurch der 07.08. der letzte geplante Freitag vor der Sommerpause ist. Dieses Datum ist zur praktischen Frist für Befürworter geworden, die versuchen, den Gesetzentwurf auf dem Weg zur Verabschiedung im Jahr 2026 zu halten.
Der zentrale Kompromiss des CLARITY Act ist die regulatorische Zuständigkeit. Die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC würde die Autorität über wertpapierbezogene Aktivitäten behalten, während die CFTC eine größere Rolle bei den Spot-Märkten für digitale Rohstoffe und registrierte Vermittler digitaler Vermögenswerte übernehmen würde.
Der Text des Senatsausschusses für Bankwesen deckt die wertpapierrechtliche Behandlung, den Kundenschutz, die Verwahrung, Offenlegungen, Vermittlerpflichten und Stablecoin-bezogene Sprache ab. Die Arbeit des Landwirtschaftsausschusses konzentriert sich auf die CFTC-Seite des Rahmens, einschließlich Börsen für digitale Rohstoffe, Broker, Händler und die Spot-Markt-Aufsicht.
Diese Aufteilung ist die wichtigste politische Lücke, seit der Gesetzentwurf den Senatsausschuss für Bankwesen passiert hat. Das Repräsentantenhaus hat seine Version im Juli 2025 verabschiedet, während der Senat nun die Prioritäten von Bankwesen und Landwirtschaft kombinieren muss, ohne die für die Plenarabstimmung benötigten Stimmen zu verlieren.
Die neueste Verzögerung folgt auf eine Abstimmungsbemühung im Juli, die sich auf die Überprüfung des aktualisierten Textes rund um die Feiertage konzentrierte. Der Gesetzentwurf war bereits in den Gesetzgebungskalender des Senats aufgenommen worden, was ihn in die Position für eine Plenarberatung bringt, sobald die Führung entscheidet, dass die Stimmenmathematik stimmt.
Der Weg im Senat hängt weiterhin von der Unterstützung der Demokraten ab. Zwei Demokraten, Ruben Gallego und Angela Alsobrooks, unterstützten den Gesetzentwurf im Ausschuss, aber beide signalisierten, dass die endgültige Unterstützung von ungelösten Verhandlungen abhängen könnte.
Die offenen Themen umfassen Geldwäschebekämpfungs-Sicherheitsvorkehrungen, DeFi-Behandlung, Stablecoin-Belohnungen, Entwicklerschutz, Market-Maker-Regeln und Ethik-Sprache in Bezug auf gewählte Beamte mit Krypto-bezogenen Geschäftsinteressen. Diese Streitigkeiten haben den Gesetzentwurf davon abgehalten, die Ausschuss-Dynamik in eine klare Plenarabstimmung umzuwandeln.
Eine vollständige Senatsabstimmung würde wahrscheinlich 60 Stimmen erfordern, wenn der Gesetzentwurf mit einem Filibuster konfrontiert ist. Das lässt die Republikaner mehr demokratische Unterstützung benötigen, als sie im Ausschuss gesichert haben, es sei denn, die Führung findet einen anderen verfahrensrechtlichen Weg.
Die Senatsmitarbeiter arbeiten vor der Frist für die Pause am 07.08. den Text von Bankwesen und Landwirtschaft durch, wobei der Gesetzentwurf ab dem 06.07. noch nicht die volle Verabschiedung im Senat erreicht hat.
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