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Mehr Verteidigungsausgaben, mehr Klimaumverteilung: Die EU treibt eine 2,2-Billionen-Dollar-Maschine zur Vermögensumverteilung an

2026/07/06 14:00
6 Min. Lesezeit
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Mehr Verteidigungsausgaben, mehr Klimaumverteilung: Die EU startet eine 2,2-Billionen-Dollar-Umverteilungsmaschine für Vermögen

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von Tyler Durden
Verfasst...

Eingereicht von Thomas Kolbe

Die Verhandlungen über den nächsten Siebenjahreshaushalt der Europäischen Kommission befinden sich in ihrer entscheidenden Phase. Sollten Ursula von der Leyen und ihre Verbündeten mit ihren Plänen Erfolg haben, wird Deutschland erneut eine erhebliche finanzielle Last tragen müssen. Inzwischen haben sich die Deutschen jedoch an diese Realität gewöhnt.

Weltweit nähern sich die Staatsverschuldungsniveaus gefährlichen Flutmarken. Die Weltwirtschaft ertrinkt buchstäblich in Schulden, wobei die gesamten öffentlichen Verbindlichkeiten nun 95 % des globalen BIP übersteigen. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis die Anleihemärkte der Schuldenparty ein Ende setzen und die Zinssätze – und damit die Schuldendienstkosten – auf ein Niveau treiben, das sich die Regierungen nicht mehr leisten können. Eine solche Abrechnung wäre lediglich die logische Folge politischer Verantwortungslosigkeit, der Verachtung der Steuerzahler und der Megalomanie einer politischen Kultur, die die Regierung auf einem immer weiter wachsenden Schuldenberg weiter ausdehnt.

Ein vier Jahrzehnte andauernder Bullenmarkt bei Staatsanleihen, der durch stetig sinkende Renditen gekennzeichnet war, ging vor etwa vier Jahren zu Ende. Seitdem steigen die Zinssätze, da die Anleger allmählich das Vertrauen in sowohl die politische Richtung der westlichen Regierungen als auch die unerbittliche Ausdehnung des Verwaltungsstaates verlieren. Ein Wendepunkt rückt näher. Die Haushaltskonsolidierung steht vor den Toren einer Ära, die durch politische Extravaganz definiert ist.

Für Politiker wie Ursula von der Leyen würde eine Konsolidierung jedoch bedeuten, zuzugeben, dass jahrzehntelange schuldenfinanzierte Regierungsausweitung in eine Sackgasse geführt hat. Wenige Dinge sind den modernen politischen Eliten fremder als das Eingeständnis eines Scheiterns. Dies gilt insbesondere für Brüssel, wo das bürokratische Establishment und die ideologischen Grundlagen des europäischen Projekts fest davon überzeugt sind, dass sie einen supranationalen europäischen Staat auf der richtigen Seite der Geschichte aufbauen.

Überraschenderweise ist von Konsolidierung in Brüssel nichts zu sehen.

Stattdessen laufen die Verhandlungen über den nächsten Siebenjahreshaushalt der EU. Die Europäische Kommission hat einen Finanzrahmen im Wert von etwa 2 Billionen Euro ins Spiel gebracht. Die Finanzierung militärischer Ausgaben im Zusammenhang mit der Ukraine, einer umfassenderen europäischen Aufrüstung und des enormen Subventionskomplexes, der dem Green Deal zugrunde liegt, soll allesamt aus höheren Beiträgen der Mitgliedstaaten und neu emittierten gemeinsamen Schulden erfolgen. Auf diese Weise stärkt Brüssel weiterhin sowohl seine politische Autorität als auch seinen Einfluss auf die nationalen Regierungen.

Deutschland finanziert derzeit etwa ein Viertel des EU-Haushalts. Im Rahmen des vorgeschlagenen Rahmens würden die deutschen Steuerzahler über den gesamten Haushaltszeitraum letztendlich rund 500 Milliarden Euro beisteuern. Allein im vergangenen Jahr zahlte Deutschland etwa 30 Milliarden Euro in den EU-Haushalt ein und erhielt rund 13 Milliarden Euro zurück, hauptsächlich in Form von Agrarsubventionen und dem sich ständig erweiternden Subventionsapparat, der Europas grüne Industriepolitik und das interventionistische Wirtschaftsmodell unterstützt.

Doch selbst ein 2-Billionen-Euro-Haushalt – der angesichts der schweren wirtschaftlichen Schäden, die durch jahrelange übermäßige europäische Regulierung verursacht wurden, bereits einen Sprung in die fiskalische Fantasie darstellt – scheint für Brüssel nicht mehr auszureichen.

Derzeit laufen Diskussionen, um den Haushalt um weitere 200 Milliarden Euro zu erhöhen.

An der Spitze steht, wenig überraschend, die Europäische Kommission selbst: eine unersättliche Bürokratie, die unermüdlich daran arbeitet, unabhängige Steuerquellen zu erschließen. Zolleinnahmen, Erlöse aus dem Emissionshandel, Plastiksteuern – die Fantasie Brüssels scheint grenzenlos. Gleichzeitig weiten sich die direkten finanziellen Forderungen an die Mitgliedstaaten fast automatisch aus, wobei immer höhere Haushaltsbeiträge trotz wachsenden konservativen Widerstands in ganz Europa als politische Routine behandelt werden.

Sollte es der Kommission von der Leyen gelingen, diesen fiskalischen Sprung zu wagen, würde der jährliche Beitrag Deutschlands zur Finanzierung des europäischen Projekts von derzeit rund 30 Milliarden Euro auf etwa 78,6 Milliarden Euro steigen.

Für die Steuerzahler sind die Auswirkungen tiefgreifend. Eine völlig neue Regierungsebene – komplett mit eigener Bürokratie und zunehmend eigenen Steuerbefugnissen – hat sich allmählich über die bestehenden nationalen Institutionen positioniert. Seit der gemeinsamen Kreditaufnahme während der Pandemie und der Emission der massiven NextGenerationEU-Anleihen hat sich Brüssel stetig in einen unabhängigen Kreditnehmer auf den internationalen Kapitalmärkten verwandelt.

Offiziell lehnt die deutsche Regierung es immer noch ab, der Europäischen Kommission umfassendere Steuerbefugnisse einzuräumen, und widerspricht einer drastischen Ausweitung des EU-Haushalts. Doch alle Anzeichen deuten darauf hin, dass Berlin die fiskalische Last letztendlich auf Brüssel selbst verlagern wird, was den Weg für eine größere gemeinsame Anleiheemission – oder einen vergleichbaren Mechanismus – ebnet, um den wachsenden zentralen Apparat zu finanzieren.

Ab 2028 beginnt die Rückzahlung der 750 Milliarden Euro schweren NextGenerationEU-Schulden. Diese Verpflichtungen, die sich über die folgenden Jahre verteilen, müssen schließlich an die Investoren zurückgezahlt werden. Da diese Mittel schlichtweg nicht existieren, werden die Hauptstädte Europas fast sicher zu demselben Schluss kommen: Die Verbindlichkeiten durch kontinuierliche Neuemission von Anleihen zu refinanzieren, was effektiv das begräbt, was vom ursprünglichen Verbot der EU gegen gemeinsame Staatsverschuldung noch übrig ist.

In vielerlei Hinsicht ähnelt die Transformation der europäischen Finanzierungsstruktur einer finanziellen Evolution hin zu einem europäischen Superstaat. Letztendlich erscheint die gemeinsame Haftung für die Schulden Brüssels praktisch unvermeidlich. Der politische und institutionelle Weg zurück ist weitgehend verschwunden.

Für die deutschen Steuerzahler läuft diese Strategie auf nichts anderes hinaus, als Zeugen eines weiteren vertrauten fiskalischen Hütchenspiels zu werden.

Brüssel wird mit ziemlicher Sicherheit weiterhin neue Einnahmequellen durch Zölle, Emissionshandel, Plastiksteuern und welche zusätzlichen Abgaben die politischen Entscheidungsträger auch immer erfinden mögen, erschließen.

Die verbleibende Finanzierungslücke wird unweigerlich durch Eurobonds gedeckt werden, die auf den Kapitalmärkten emittiert werden.

Solche Politiken bergen erhebliche Inflationsrisiken, da zusätzliche staatliche Kreditaufnahme die Geldmenge ausweitet und die Preise nach oben treibt. Gleichzeitig verdrängt die staatliche Kreditaufnahme zunehmend private Investitionen von den Kreditmärkten, was die Finanzierungskosten für produktive Unternehmen erhöht und gleichzeitig die Rolle des öffentlichen Sektors stärkt.

Die Folgen werden bereits sichtbar. Europas Abwärtsspirale des schwindenden Wohlstands beschleunigt sich. Es ist ein tragischer Prozess des wirtschaftlichen Verfalls – einer, der mit zunehmender Wahrscheinlichkeit in einer großen Staatsschuldenkrise gipfeln wird.

* * * 

Über den Autor: Thomas Kolbe, ein deutscher Diplom-Volkswirt, ist seit über 25 Jahren als Journalist und Medienproduzent für Kunden aus verschiedenen Branchen und Wirtschaftsverbänden tätig. Als Publizist konzentriert er sich auf wirtschaftliche Prozesse und beobachtet geopolitische Ereignisse aus der Perspektive der Kapitalmärkte. Seine Veröffentlichungen folgen einer Philosophie, die sich auf das Individuum und sein Recht auf Selbstbestimmung konzentriert.

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