Bitcoin scheint sich einem potenziellen technischen Wendepunkt zu nähern, da der Analyst John Bollinger auf ein sich im Tageschart bildendes doppeltes Bodenmuster in „W“-Form hinweist. In einer neuen Reihe von Posts auf X argumentierte Bollinger, dass das Setup „perfekt fraktal“ sei, was darauf hindeutet, dass der Markt in die Endphase eines längeren bärischen Zyklus übergehen könnte.
Die technische Diskussion fällt mit Beweisen zusammen, dass die institutionelle Nachfrage vorsichtig wieder auftauchen könnte. Von Marktteilnehmern geteilte Daten zeigten, dass US-Spot-Bitcoin-ETFs ihre ersten Nettozuflüsse seit zehn Tagen verzeichneten, während Händler bemerkten, dass die Fähigkeit von BTC, sich trotz breiterer Abflüsse in der Nähe des $60.000-Bereichs zu halten, eine Absorption des Verkaufsdrucks signalisieren könnte.
Bollinger, bekannt für die Entwicklung des Volatilitätsindikators Bollinger-Bänder, nutzte X, um die aktuelle BTC/USD-Struktur zu untersuchen. Er wies auf ein Umkehrmuster in „W“-Form hin – typischerweise definiert durch zwei Swing-Tiefs mit einer Kurserholung dazwischen – und argumentierte, dass solche Formationen bullisch werden, sobald der Preis das bei der Kurserholung entstandene Widerstandsniveau durchbricht.
In seinen Posts bemerkte Bollinger, dass frühere bullische Muster gebrochen worden waren, was seine Ansicht bestärkt, dass der Abwärtstrend dominant war. Er fragte dann, ob das gegenwärtige „W“ dasjenige sein könnte, das den Trend „bricht“.
Bollinger teilte auch einen Chart, der das Setup mit dem unteren Bollinger-Band auf täglichen Zeitrahmen in Einklang bringt. Er betonte die fraktale Natur der Struktur und stellte fest, dass kleinere „w“-Formen an den Tiefpunkten und ein kleineres „m“ in der Nähe des Scheitelpunkts der Erholung erscheinen. Er verwies ferner auf ein ähnliches „W“ im Wochenchart, was impliziert, dass die Idee nicht nur auf den täglichen Zeitrahmen beschränkt ist.
Für Händler ist die praktische Frage, was als Bestätigung gilt. In klassischen Musterbegriffen hängt das bullische Ergebnis davon ab, dass BTC das Ablehnungsniveau zwischen den beiden Tiefs durchbricht. Bis dies geschieht, bleibt das Muster eine Hypothese und keine verifizierte Umkehr.
Während Bollingers Analyse technisch ist, spiegelt die begleitende Fokussierung auf ETFs wider, wie institutionelle Flüsse oft als Echtzeit-Indikator für die Nachfrage verwendet werden. Laut Marktteilnehmern auf X verzeichneten US-Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds am Freitag ihre ersten Nettozuflüsse seit zehn Tagen.
Der Analyst Axel Adler Jr., ein Mitwirkender der On-Chain-Analyseplattform CryptoQuant, charakterisierte die Bewegung als bedeutsam für die Einschätzung, ob der ETF-bezogene Druck nachlässt. In seiner Zusammenfassung sagte Adler Jr., dass sich Bitcoin möglicherweise in der Spätphase des bärischen Zyklus befindet, aber das ETF-Segment erstmals einen reduzierten Druck signalisiert habe.
Ein anderer Händler, Daan Crypto Trades, reagierte mit der Warnung, dass der Zuflussbetrag – berichtet als 220 Millionen Dollar – „nicht massiv“ sei. Dennoch schlug er vor, dass der Kontext wichtig ist: BTC hatte sich grob in der $60.000-Region gehalten, selbst während es viele Abflüsse gab. Seiner Ansicht nach wird der Bereich relevanter, wenn der Preis sich weiter in die nächste Woche hinein erholt, da dies implizieren würde, dass eine größere Menge an „Absorption“ stattgefunden hat.
Dies ist eine wichtige Unterscheidung. In bärischen Phasen können Zuflüsse sporadisch sein und den breiteren Trend nicht unbedingt ändern. Die Marktauswirkungen tendieren dazu, klarer zu sein, wenn der Preis hält und die Nachfrage anhält, anstatt nur kurz aufzutreten.
Trotz des erneuten Interesses an ETF-Flüssen deutet die breitere Markterzählung immer noch auf Unsicherheit hin, wann das makroökonomische Bottom eintreffen wird. Frühere Berichte, die in derselben Diskussion zitiert wurden, zeigten, dass mehrere Preisindikatoren Signale ausgesendet haben, die seit dem bärischen Markt 2022 nicht mehr gesehen wurden. Viele Teilnehmer glauben jedoch weiterhin, dass das nächste makroökonomische Bottom noch bevorsteht, wobei die Zeiterwartungen auf Q3 oder später hindeuten.
Bollingers Einordnung passt in diese breitere Spannung zwischen „frühen Signalen“ und „finalen Bottoms“. Eine W-förmige Umkehr, wenn sie sich wie erwartet entwickelt, würde darauf hindeuten, dass sich das Momentum früher verschieben könnte, als der makroökonomische Zeitplan impliziert. Aber ohne Bestätigung – insbesondere einen Ausbruch durch das Ablehnungsniveau des Musters – könnte das Setup auch scheitern oder nur eine vorübergehende Erholung innerhalb eines längeren Abwärtstrends auslösen.
Aus Anlegersicht macht dies die kommende Preisaktion besonders folgenreich. Wenn BTC sich in der Nähe der in der ETF-Diskussion erwähnten zurückeroberten Niveaus halten und dann einen Ausbruch fortsetzen kann, könnte das technische Muster mit einer sich verbessernden Nachfrage übereinstimmen. Wenn nicht, könnte dies die Ansicht bestärken, dass die Marktteilnehmer noch nicht das Stadium erreicht haben, in dem der bärische Druck vollständig nachlässt.
Die nächste Phase wird wahrscheinlich davon abhängen, ob BTC ETF-Zuflüsse und die Stabilität nahe $60.000 in anhaltende Aufwärtsbewegungen umsetzen kann, insbesondere durch das Schlüsselwiderstandsniveau, das durch Bollingers „W“-Struktur impliziert wird. Leser sollten auf eine tatsächliche Bestätigung des Musters achten – anstatt sich nur auf sich verbessernde Signale zu verlassen – und verfolgen, ob die institutionelle Nachfrage über diesen ersten Zufluss nach einem zehntägigen Zeitraum hinaus unterstützend bleibt.
Dieser Artikel wurde ursprünglich unter dem Titel „Bollinger-Bänder-Erfinder deutet an, dass Bitcoin seinen bärischen Trend beenden könnte“ auf Crypto Breaking News veröffentlicht – Ihrer vertrauenswürdigen Quelle für Krypto-News, Bitcoin-News und Blockchain-Updates.

