Laut dem CEO von CryptoQuant, Ki Young Ju, könnte Bitcoin noch in einen weiteren großen Bullenzyklus eintreten, aber die Menge an Geld, die benötigt wird, um ihn anzutreiben, ist im Vergleich zu früheren Bullenmärkten dramatisch gestiegen.
In einem aktuellen Thread argumentierte er, dass die Kapitaleffizienz der Kryptowährung erheblich nachgelassen hat, da der Vermögenswert gereift ist.
Im Jahr 2011, so sagte er, reichten Netto-Kapitalzuflüsse von rund 2,7 Milliarden Dollar aus, um eine Rallye von mehr als 55.000 % anzutreiben. Im aktuellen Zyklus hingegen erzeugten Zuflüsse von rund 697 Milliarden Dollar eine Rendite von knapp unter 700 %.
Die wichtigste Erkenntnis ist recht einfach: Bitcoin ist im Vergleich zu früher viel größer, und die Bewegung seines Preises erfordert weitaus mehr Kapital.
Marktzyklen sind interessant, und alle sind trotz einiger Ähnlichkeiten recht unterschiedlich.
Laut Ju reichten im Jahr 2011 Nettozuflüsse von nur 5 Millionen Dollar aus, um den Preis von BTC zu verdoppeln. In diesem Zyklus stieg diese Zahl auf rund 101 Milliarden Dollar. Er glaubt, dass der nächste parabolische Lauf wahrscheinlich Netto-Kapitalzuflüsse in Höhe von Billionen Dollar erfordern würde.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Aufwärtspotenzial unmöglich ist; es deutet lediglich darauf hin, dass der Vermögenswert eine stärkere institutionelle Nachfrage benötigen könnte als im vorherigen Zyklus.
Der Analyst fasste das Problem auch im Hinblick auf die realisierte Marktkapitalisierung von Bitcoin auf. Dies ist eine Metrik, die jede Münze auf der Grundlage des Preises bewertet, zu dem sie zuletzt On-Chain bewegt wurde, anstatt einfach den aktuellen Spot-Preis mit dem umlaufenden Angebot zu multiplizieren.
Ju sagte, dass eine weitere parabolische Rallye möglich bleibt, wenn Bitcoin eine realisierte Marktkapitalisierung von über 1 Billion Dollar absorbieren kann. In der Praxis würde dies jedoch erfordern, dass die Kryptowährung über einen von Privatanlegern geführten ETF-Handel hinausgeht und zu einer etablierten makroökonomischen Allokation für Fonds, Unternehmen, Institutionen und möglicherweise sogar souveräne Einrichtungen wird.
Er merkte an, dass dieser Wandel noch in den Anfängen steckt und bisher nicht widerlegt wurde.
Der Vergleich mit Gold bleibt zentral für Bitcoins langfristige Investment-These. Die aktuelle Marktkapitalisierung des Edelmetalls liegt nach gängigen Schätzungen bei 29 Billionen Dollar, wobei zu beachten ist, dass diese Zahl je nach angenommenem oberirdischen Angebot variieren kann.
Im Gegensatz dazu beträgt die Marktkapitalisierung von Bitcoin zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels 1,25 Billionen Dollar.
Diese Kluft bleibt der Grund, warum einige Analysten angesichts der zunehmenden institutionellen Akzeptanz noch erhebliches Wachstumspotenzial für Bitcoin sehen. Natürlich unterstreicht dies auch die Herausforderung – jeder neue Zyklus wird wahrscheinlich erheblich größere Kapitalpools erfordern als der vorherige.
Der Beitrag "Wie viel neues Geld braucht Bitcoin, um einen neuen Bullenlauf zu starten? (Es ist eine Menge)" erschien zuerst auf CryptoPotato.


