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Russland bringt Gesetzentwurf vor, der die Meldung von Kryptotransaktionen über einem Schwellenwert von 800 $ vorschreibt
Russische Behörden wollen die Kontrolle über den Markt für digitale Vermögenswerte durch vorgeschlagene Gesetzgebung verschärfen, die eine detaillierte Meldung von Kryptowährungstransaktionen erfordert, die 60.000 Rubel (ca. 800 $) überschreiten. Der von Bits.media berichtete Gesetzentwurf gewährt Rosfinmonitoring, der nationalen Aufsichtsbehörde für Finanztransaktionen, erweiterte Überwachungsbefugnisse.
Gemäß dem Gesetzentwurf wären Verwahrer digitaler Vermögenswerte und in Russland tätige ausländische Finanzinstitute verpflichtet, umfassende Transaktionsdaten an Rosfinmonitoring zu übermitteln. Bei Transaktionen über dem Schwellenwert von 60.000 Rubel müssen die Berichte den vollständigen Namen von Zahler und Zahlungsempfänger, die Wallet-Adresse, die physische Adresse, das Geburtsdatum und die persönliche Steueridentifikationsnummer enthalten. Für kleinere Transaktionen sind nur der Name und die Wallet-Adresse erforderlich.
Der Gesetzentwurf soll am 01.09. zusammen mit anderen kryptowährungsbezogenen Rechtsvorschriften in Kraft treten. Russland treibt gleichzeitig Gesetze voran, die Kryptowährungen formell als Eigentum anerkennen und die staatliche Aufsicht erheblich ausweiten. Diese Schritte signalisieren einen dualen Ansatz: Die Legalisierung digitaler Vermögenswerte für bestimmte Zwecke bei gleichzeitiger Gewährleistung, dass der Staat Einblick in die Finanzströme behält.
Russlands sich entwickelnde Haltung hat Auswirkungen über seine Grenzen hinaus. Als einer der größten Energieproduzenten der Welt hat das Land Kryptowährungs-Mining und grenzüberschreitende Kryptozahlungen als Mittel zur Umgehung internationaler Finanzsanktionen untersucht. Das vorgeschlagene Melderegime deutet darauf hin, dass die Behörden versuchen, Innovation mit Überwachung in Einklang zu bringen. Für internationale Börsen und in Russland tätige Finanzinstitute dürften die Compliance-Kosten und Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes steigen.
Der vorgeschlagene russische Gesetzentwurf zur Meldung von Kryptotransaktionen stellt einen bedeutenden Schritt zur Integration digitaler Vermögenswerte in das formelle Finanzüberwachungssystem des Landes dar. Mit einem geplanten Inkrafttreten im September sollten sich Marktteilnehmer auf strengere Compliance-Pflichten vorbereiten. Die Gesetzgebung unterstreicht einen globalen Trend: Regierungen bewegen sich dahin, Kryptowährungen nicht durch ein vollständiges Verbot zu regulieren, sondern sie in bestehende Finanzüberwachungsrahmen einzubetten.
F1: Wer muss Kryptotransaktionen gemäß diesem Gesetzentwurf melden?
Verwahrer digitaler Vermögenswerte und in Russland tätige ausländische Finanzinstitute sind für die Übermittlung von Transaktionsberichten an Rosfinmonitoring verantwortlich.
F2: Welche Informationen müssen für Transaktionen über 800 $ gemeldet werden?
Die Berichte müssen den vollständigen Namen beider Parteien, die Wallet-Adresse, die physische Adresse, das Geburtsdatum und die persönliche Steueridentifikationsnummer enthalten.
F3: Wann soll das vorgeschlagene Gesetz in Kraft treten?
Der Gesetzentwurf soll am 01.09. zusammen mit anderen Kryptowährungsgesetzen in Russland in Kraft treten.
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