Die globalen Umsätze mit Speicherchips erreichten im Juli einen Rekordwert von 74,6 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Sprung von 31,7 % gegenüber dem Vormonat, laut einem neuen Bericht von UBS.
Dieser Wert lag zudem 2,8 Prozentpunkte über dem zehnjährigen saisonalen Durchschnitt. Analysten von UBS und Bernstein erwarten nun, dass die Preise für Speicherchips bis Ende 2026 stark steigen werden.
Die wichtigsten Unternehmen, die davon profitieren werden, sind Micron Technology, Samsung Electronics und SK Hynix. Zusammen produzieren diese drei Firmen den Großteil der weltweiten DRAM- und NAND-Speicherchips. Auch SanDisk wird voraussichtlich gewinnen, da es sich stark auf NAND-Flash-Speicher konzentriert.
Micron Technology, Inc., MU
Die DRAM-Speicherumsätze erreichten im Juli einen Rekordwert von 48,0 Milliarden US-Dollar. Diese Zahl stieg um 27,7 % gegenüber dem Vormonat, lag jedoch etwa 8 Prozentpunkte unter dem historischen saisonalen Durchschnitt.
Beim NAND-Speicher sah die Geschichte anders aus. Die Umsätze erholten sich auf einen Rekordwert von 25,8 Milliarden US-Dollar, ein monatlicher Anstieg von 40,7 %. Dieser Wert lag fast 17 Prozentpunkte über dem historischen Durchschnitt, hauptsächlich aufgrund der Nachfrage im Zusammenhang mit AI-Datenspeicherung.
UBS schrieb, dass sich der Speichermarkt stärkt, während die AI-bezogene Nachfrage wächst. Das Unternehmen wies auch auf laufende Verhandlungen über langfristige Lieferverträge, bekannt als LTAs, hin, die den aktuellen Aufschwung unterstützen.
Auf dieser Grundlage hat UBS seine Preisprognosen angehoben. Das Unternehmen erwartet nun, dass die DRAM-Vertragspreise im dritten Quartal 2026 um 32 % und im vierten Quartal um 18 % steigen.
Die NAND-Preise sollen in denselben zwei Quartalen um 30 % und dann um 12 % steigen. UBS geht davon aus, dass der DRAM-Markt mindestens bis Mitte 2028 unterversorgt bleiben wird.
Diese Ansicht hängt mit der Nachfrage nach AI-Chips zusammen. UBS prognostiziert, dass die Bit-Nachfrage nach DRAM im Jahr 2027 um 36,2 % wachsen wird, während das Angebot nur um 19,3 % steigt.
High-Bandwidth-Speicher, der in AI-Prozessoren verwendet wird, steht im Zentrum dieser Nachfrage. UBS erwartet, dass die Nachfrage nach High-Bandwidth-Speicher im Jahr 2026 um 90 % und im Jahr 2027 um weitere 77 % wachsen wird.
Basierend auf diesen Trends prognostiziert UBS, dass der Gesamtumsatz der Speicherindustrie im Jahr 2026 992 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Dieser Wert soll im Jahr 2027 auf 1,76 Billionen US-Dollar steigen.
Bernstein stimmt zu, dass die Preise für DRAM und NAND kurzfristig steigen werden. Das Unternehmen erwartet jedoch, dass sich das Tempo dieser Preiserhöhungen später im Jahr 2026 verlangsamen wird.
Bernstein sagte, dass die Nachfrage von Consumer-Geräten schließlich nachlassen wird. Es wurde darauf hingewiesen, dass vorgezogene Consumer-Käufe und eine stabile Servernachfrage bisher dazu beigetragen haben, die Schäden zu begrenzen, bezeichnete beide Faktoren jedoch als vorübergehend.
Beide Unternehmen sind sich einig, dass langfristige Lieferverträge in Zukunft eine Schlüsselrolle spielen werden. Bernstein bezeichnete diese Verträge als Puffer, der zukünftige Preiskorrekturen abmildern könnte.
Die beiden Unternehmen sind sich am meisten uneinig darüber, wie lange der aktuelle Aufschwung anhalten wird. UBS erwartet, dass das knappe Angebot bis Mitte 2028 anhält, während Bernstein erwartet, dass die Preise ihren Höhepunkt erreichen und irgendwann nach Mitte 2027 zu kühlen beginnen.
UBS wies auch auf ein Risiko für seine eigene Prognose hin. Das Unternehmen sagte, dass die Ausgabengrenzen der Kunden und das Tempo der AI-bezogenen Kapitalausgaben die größten Bedrohungen für den aktuellen Aufschwung bleiben.
Investoren werden die kommenden Vertragspreisverhandlungen beobachten, um die nächsten Signale zu erhalten. Kommentare großer Chiphersteller zu den Bedingungen der Lieferverträge werden in den kommenden Monaten ebenfalls erwartet.
Der Beitrag „Micron, Samsung, SK Hynix profitieren vom Anstieg der Speicherpreise, sagt UBS“ erschien zuerst auf CoinCentral.