Der Kryptomarkt beobachtet eine große Neuausrichtung im Sektor der unternehmerischen Bitcoin-Reserven, nachdem Cantor Equity Partners I (CEPO) und die Bitcoin Standard Treasury Company (BSTR), unter der Leitung von Adam Back, ihre geplante Fusion pausiert und begonnen haben, die Bedingungen eines der größten geplanten Bitcoin-Akkumulationsgeschäfte der Branche neu zu verhandeln.
Laut einer gemeinsamen Erklärung werden die Unternehmen nicht gemäß ihrer ursprünglichen Vereinbarung zur Geschäftskombination vom 16.07.2025 fortfahren, da die Struktur nicht mehr mit den aktuellen Marktbedingungen übereinstimmt.

Das ursprüngliche Deal aus dem Jahr 2025 sah vor, Adam Backs BSTR mit einer von Cantor Fitzgerald unterstützten Blankoscheck-Firma zu fusionieren.
BSTR sollte mit einem massiven Bestand von über 30.000 Bitcoin – im Wert von mehr als 3 Milliarden US-Dollar – an die Börse gehen, unterstützt durch 1,5 Milliarden US-Dollar an privater Finanzierung, mit dem Ziel, schließlich über 50.000 BTC zu halten.
Während die Aufsichtsbehörden die ersten Unterlagen im Juni 2026 genehmigten, wurde die Abstimmung der Investoren zweimal verzögert, bevor das gesamte Geschäft pausiert wurde, um die Bedingungen zu überdenken.
Die ausstehenden privaten Platzierungen (PIPE-Investitionen), die mit dem ursprünglichen Deal verbunden waren, wurden storniert und sind für den Abschluss nicht mehr erforderlich.
Die außerordentliche Hauptversammlung, die ursprünglich für den 10.07.2026 geplant war, wurde abgesagt.
Anstatt sich vollständig zurückzuziehen, diskutieren beide Parteien aktiv eine überarbeitete Transaktionsstruktur und geänderte Bedingungen.
Adam Back bestätigte auf X, dass BSTR und CEPO gemeinsam an einer überarbeiteten Struktur und geänderten Bedingungen arbeiten, die darauf abzielen, die aktuellen Marktbedingungen besser zu nutzen.
Weder CEPO noch BSTR haben Details des überarbeiteten Deals offengelegt, und alle neuen Bedingungen erfordern aktualisierte Einreichungen bei der SEC.
Die Verzögerung erfolgt inmitten einer breiteren Verlangsamung im Sektor der Bitcoin-Reserven, da Unternehmen mit Bitcoin-Reserven härteren Marktbedingungen gegenüberstehen. Bedenken bestehen weiterhin hinsichtlich Bewertungen, Finanzierungskosten und der Volatilität von Bitcoin.
Bis Ende 2025 handelten mehr Reserve-Unternehmen unter dem Wert ihrer Bitcoin-Bestände – eine Lücke, die durch mNAV gemessen wird, also den Marktwert im Verhältnis zum Wert ihrer Bitcoin-Bestände.
Die Strategie hängt davon ab, dass Investoren diese Unternehmen mit einem Aufschlag auf ihre Bitcoin-Bestände bewerten, was es ihnen ermöglicht, Aktien auszugeben und Kapital aufzunehmen, um mehr Bitcoin zu kaufen. Wenn Aktien jedoch mit einem Abschlag gehandelt werden, verlieren bestehende Investoren stattdessen an Wert.
Das Problem ist zentral für das Bitcoin-Reservemodell, da diese Unternehmen auf die Nachfrage der Investoren nach ihren Aktien angewiesen sind, um Kapital aufzunehmen und mehr Bitcoin zu kaufen.
Strategy Inc. (MSTR), der Pionier des Modells, hat ebenfalls unter dem Wert seiner Bitcoin-Bestände gehandelt, während kleinere Wettbewerber noch tiefere Abschläge hinnehmen mussten.
Die Neuverhandlung deutet darauf hin, dass Investoren selektiver bei Bitcoin-Reserve-Unternehmen werden und stärkere Deal-Strukturen sowie klarere Wege zu Aktionärsrenditen fordern.
Das Ergebnis der CEPO-BSTR-Transaktion könnte zu einem Testfall dafür werden, ob das unternehmerische Bitcoin-Reservemodell sich an einen skeptischeren Markt anpassen kann.
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