Die U.S. Börsenaufsichtbehörde SEC hat eine Reihe vorgeschlagener Regeländerungen für Krypto-Assets als Teil ihrer Agenda für 2026 angekündigt. SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte, dass diese Schritte darauf abzielen, einen klareren regulatorischen Rahmen für Krypto-Assets zu schaffen und dem Markt größere Rechtssicherheit zu bieten.
Die von der SEC veröffentlichten Entwürfe konzentrieren sich auf drei Hauptbereiche. Die Aufsichtsbehörde befasst sich nun mit Krypto-Broker-Händlern, alternativen Handelssystemen, dem Handel mit digitalen Assets an nationalen Wertpapierbörsen sowie neuen Ausnahmen und Safe-Harbor-Regeln für digitale Assets. Die Agenda wurde in Abstimmung mit den Richtlinien der US-Präsidentenverwaltung unter Donald Trump bezüglich Krypto-Assets erstellt.
Atkins betonte die Notwendigkeit von Klarheit bei den Prozessen der Kapitalbeschaffung durch tokenisierte Wertpapiere und digitale Assets. Die SEC ist der Ansicht, dass einer der vorgeschlagenen Entwürfe zur Ausgabe und zum Verkauf von Krypto-Assets dem Markt größere Rechtssicherheit bieten, die Kapitalbildung unterstützen und Türen für weitere Innovationen öffnen könnte. Die Behörde hat auch die Priorität hervorgehoben, sicherzustellen, dass Anleger angemessen geschützt sind und Zugang zu den notwendigen Informationen haben.
Diese regulatorischen Vorbereitungen erfolgen, während der US-Kongress ein Gesetz debattiert, das die Aufsicht über den Kryptomarkt neu gestalten könnte. Wenn der vorgeschlagene Gesetzentwurf verabschiedet wird, könnte ein erheblicher Teil der Branchenaufsicht und Durchsetzungsbefugnisse von der SEC zur Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wechseln.
Atkins hatte im März zuvor bemerkt, dass die SEC Krypto-Regulierungen durch einen internen Übergangsmechanismus entwickeln würde, um die Politik zu klären. Er räumte jedoch auch ein, dass, wenn der Kongress neue Gesetze erlässt, die Wahl des Gesetzgebers letztendlich die endgültige regulatorische Struktur bestimmen wird.
Das Vorgehen der SEC unter der Trump-Administration hat aus einigen Kreisen scharfe Kritik erfahren. Anfang dieses Jahres sandten demokratische Gesetzgeber einen Brief, in dem sie behaupteten, dass bestimmte Personen mit Verbindungen zu Krypto-Unternehmen, die zuvor Ziel von Durchsetzungsmaßnahmen oder regulatorischer Prüfung waren, finanziell profitiert hätten. Der Brief verwies auf große Branchenakteure wie Binance, Coinbase, Ripple Labs und Kraken.
Gesetzgeber argumentieren, dass das Fehlen von Konsequenzen für Marktteilnehmer, die beschuldigt werden, gegen Wertpapiergesetze verstoßen zu haben, zu Lücken in der Durchsetzung geführt hat. Diese Kritiken haben die politischen Debatten in Washington hinsichtlich der breiteren Implikationen der flexiblen Haltung der SEC gegenüber dem Kryptosektor vertieft.
Am Montag gab Donald Trump gegenüber Reportern zu, dass sein Interesse an Krypto zumindest teilweise politisch motiviert ist. Nachdem er Bitcoin nach seiner ersten Amtszeit als Betrug bezeichnet und Abstand von Kryptowährungen gehalten hatte, begann Trump kürzlich, Kontakt zu Branchenvertretern aufzunehmen und sich öffentlich für diese Technologie einzusetzen, während die Wahlen 2024 näher rücken.
Die SEC bleibt die primäre bundesstaatliche Aufsichtsbehörde, die die US-Kapitalmärkte überwacht. Dennoch haben Debatten darüber, welche Krypto-Produkte als Wertpapiere gelten und welche Behörde den Bereich überwachen sollte, in den letzten Jahren zu den umstrittensten Themen in der Washingtoner Regulierungslandschaft gehört.
Der Beitrag „SEC zielt auf umfassende neue Krypto-Asset-Regeln für 2026! Was enthüllt der Entwurf der Agenda?“ erschien zuerst auf COINTURK NEWS.

