Die Microsoft-Aktie (MSFT) fiel am Montag um 1,15 % auf 386,00 $, nachdem das Unternehmen 4.800 Stellenstreichungen angekündigt hatte. Die Entlassungen betreffen etwa 2,1 % der Microsoft-Belegschaft und setzen die Xbox-Sparte stark unter Druck. Dieser Schritt führt zu einer erneuten Prüfung der Kostenkontrollen, der Gaming-Strategie und der KI-Ausgabenpläne von Microsoft.
Microsoft Corporation, MSFT

Microsoft teilte mit, dass die Stellenstreichungen sofort beginnen würden, während das Unternehmen ausgewählte Geschäftsbereiche umstrukturiert. Das Unternehmen stellte die Entscheidung als Teil einer umfassenderen Bemühung zur Kostensteuerung dar. Die Kürzungen erfolgen, während Microsoft aufgrund der schwächeren Aktienkursentwicklung unter Druck steht.
Die Aktie fiel während der Vormittagssitzung, bevor sie sich im frühen Nachmittagshandel leicht erholte. MSFT stabilisierte sich später nahe der 386-$-Marke, während der Markt die Ankündigung bewertete. Der Nasdaq Composite zog an, was einen starken Kontrast zum Rückgang von Microsoft bildete.
Das Unternehmen hat in diesem Jahr bereits mehrere Kostensenkungsmaßnahmen ergriffen. Im April bot Microsoft ausgewählten Mitarbeitern in den USA freiwillige Ruhestandspakete an. Laut Unternehmensangaben nahm mehr als ein Drittel der berechtigten Mitarbeiter das Angebot an.
Die Xbox-Sparte wird den größten Anteil der Kürzungen tragen. Microsoft plant, 3.200 Xbox-Stellen zu streichen, darunter 1.600 Positionen am Montag. Die verbleibenden Kürzungen werden bis zum Geschäftsjahr 2027 fortgesetzt.
Die Umstrukturierung betrifft etwa ein Fünftel der Xbox-Belegschaft. Microsoft plant außerdem, mehrere Gaming-Studios aus dem Unternehmen auszugliedern. Compulsion Games und Double Fine Productions werden wieder zu unabhängigen Studios.
Ninja Theory und Undead Labs haben Konditionen für den Wechsel zu neuen Eigentümern vereinbart. Microsoft prüft auch Optionen für Arkane Studios in Frankreich. Die Änderungen spiegeln eine umfassendere Neuausrichtung nach Jahren hoher Investitionen in den Gaming-Bereich wider.
Microsoft hat stark in KI-Infrastruktur, Cloud-Kapazitäten und Gaming-Assets investiert. Die Wall Street hat jedoch infrage gestellt, ob diese Investitionen stärkere Renditen bringen können. Die Aktien des Unternehmens sind im Jahr 2026 stark gefallen, was die Kostendisziplin noch wichtiger macht.
Microsoft erklärte, dass KI die von den Entlassungen betroffenen Mitarbeiter nicht ersetzt habe. Dennoch, so das Unternehmen, verändere KI weiterhin die Art und Weise, wie die tägliche Arbeit erledigt wird. Diese Botschaft signalisiert eine Verschiebung im operativen Geschäft, da Microsoft die Personal- und Ausgabeprioritäten anpasst.
Die Xbox-Einheit hat sich im Konsolenmarkt gegen Sony und Nintendo schwergetan. Microsoft hat zudem mehr Spiele plattformübergreifend veröffentlicht, da die Hardwareverkäufe schwach bleiben. Daher deuten die neuesten Kürzungen auf eine stärkere Fokussierung auf Margen, Plattformstrategie und langfristige Effizienz hin.
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